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Die Ruta A-31 ist der stille Weg von Arica nach Putre. Sie ist länger und langsamer als die direkte Ruta 11-CH, führt dafür aber durch die wenig besuchte Vorkordillere und mehrere kleine Andendörfer.
Diese Strecke ist kein schneller Umweg. Sie ist eine eigene Reise. Wer früh startet, Zeit mitbringt und den aktuellen Straßenzustand prüft, erlebt einen Teil von Arica y Parinacota, den viele Reisende nur von der Karte kennen.
Die Route im Überblick
Von Arica geht es zunächst über die Ruta 5 in südlicher Richtung. Im Bereich der Presencias Tutelares beginnt die A-31 und führt durch das Landesinnere. Die wichtigsten Orte und Abzweigungen sind:
- Arica und Ruta 5
- Presencias Tutelares und Beginn der A-31
- Abzweigung nach Timar und Verbindung zur A-35
- Tignamar Viejo und Tignamar
- Saxamar und Lupica
- Belén
- Abzweigung nach Pachama
- Chapiquiña
- Zapahuira
- weiter über die Ruta 11-CH nach Putre
Planen Sie für diese Verbindung einen ganzen Tag ein. Die Fahrt ist nicht nur wegen der Straße langsam: Die Dörfer, Kirchen, Schluchten und weiten Ausblicke verdienen eigene Pausen.
Presencias Tutelares und die offene Wüste
Nach dem Verlassen Aricas markieren die Presencias Tutelares den Übergang in eine offenere Wüstenlandschaft. Hier beginnt die ruhigere Fahrt. Verkehr und Versorgung nehmen ab, während die Straße langsam in die Vorkordillere steigt.
Timar und die Verbindung nach Codpa
Im Bereich Timar trifft die A-31 auf die A-35. Über diese Verbindung lässt sich ein Abstecher oder eine eigene Etappe nach Codpa einplanen. Codpa, Guañacagua, Chitita und die Petroglyphen von Ofragía sollten jedoch nicht in einen ohnehin langen Fahrtag gepresst werden.
Wer Codpa wirklich kennenlernen möchte, plant dort eine Übernachtung und setzt die Reise am nächsten Morgen fort.
Tignamar, Saxamar und Lupica
Die Strecke führt weiter durch eine Landschaft aus trockenen Hängen, kleinen landwirtschaftlichen Flächen und tief eingeschnittenen Tälern. Tignamar, Saxamar und Lupica sind keine touristischen Kulissen, sondern bewohnte Orte mit eigener Geschichte.
In Tignamar lohnt es sich, auf die Unterschiede zwischen dem alten und dem heutigen Ort zu achten. In Saxamar und Lupica wird die Dimension der Vorkordillere spürbar: wenige Häuser, große Entfernungen und eine Landschaft, die Ruhe verlangt.
Belén, Pachama und Chapiquiña
Belén gehört zu den wichtigsten Dörfern dieser Route. Der Ort ist eng mit der Geschichte der alten Andenwege und der Ruta de las Misiones verbunden. Nehmen Sie sich Zeit für die Kirche, die Straßen und die Umgebung.
Pachama liegt an einer Abzweigung und kann je nach Zeit und Straßenzustand ergänzt werden. Danach führt die Route über Chapiquiña weiter nach Zapahuira. Dort erreicht man wieder die asphaltierte Ruta 11-CH und fährt nach Putre.
Straßenzustand und geeignetes Fahrzeug
Auf der A-31 gibt es befestigte und nicht asphaltierte Abschnitte. Der Zustand kann sich durch Bauarbeiten, Regen, lose Fahrbahn, ausgewaschene Stellen und Querungen von Schluchten verändern.
- Bei stabilen Bedingungen kann die Strecke je nach Abschnitt mit einem geeigneten Fahrzeug befahrbar sein.
- Ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit ist sinnvoll.
- Nach starken Regenfällen ist ein 4×4 häufig die vernünftigere Wahl.
- Prüfen Sie, ob der Mietvertrag nicht asphaltierte Straßen erlaubt.
- Fahren Sie möglichst vollständig bei Tageslicht.
Wetter und Regenzeit
Im Altiplano und in der Vorkordillere können sommerliche Regenfälle Straßen und Furten innerhalb kurzer Zeit verändern. Ein blauer Himmel in Arica sagt wenig über die Bedingungen weiter oben aus.
Prüfen Sie deshalb am Tag vor der Abfahrt und möglichst erneut am Morgen die regionalen Straßenmeldungen. Nach starkem Regen sollte die Strecke nicht ohne verlässliche lokale Information befahren werden. Im Hochland können außerdem Wind, intensive Sonne und kalte Temperaturen zusammenkommen.
Höhe und Fahrtempo
Die Route steigt von der Küste bis in die Vorkordillere und endet schließlich im Raum Zapahuira und Putre auf mehr als 3.000 Metern. Auch wenn der Anstieg langsamer wirkt als auf der direkten Verbindung, bleibt die Höhe körperlich spürbar.
Trinken Sie ausreichend Wasser, vermeiden Sie Alkohol und große körperliche Anstrengungen und beobachten Sie, wie Ihr Körper reagiert. Wer Kopfschmerzen, Übelkeit oder ungewöhnliche Erschöpfung entwickelt, sollte nicht weiter aufsteigen.
Kraftstoff, Wasser und Vorbereitung
- Mit vollem Tank in Arica starten.
- Nicht mit einer geöffneten Tankstelle in den kleinen Dörfern rechnen.
- Ausreichend Trinkwasser und etwas Verpflegung mitnehmen.
- Offline-Karte, Ladekabel und Powerbank bereithalten.
- Ersatzrad und Werkzeug des Mietwagens kontrollieren.
- Einer dritten Person die geplante Route mitteilen.
Respektvoll unterwegs
Die kleinen Orte entlang der A-31 sind Lebensräume und keine Freilichtmuseen. Fahren Sie langsam, blockieren Sie keine Zufahrten und fotografieren Sie Menschen nicht ohne Erlaubnis. Kirchen können geschlossen sein; ein verschlossenes Gebäude sollte respektiert und nicht eigenmächtig betreten werden.
Chile-Trip Einschätzung
Die direkte Ruta 11-CH bringt Sie schneller nach Putre. Die A-31 lässt Sie dagegen verstehen, was zwischen der Küste und dem Altiplano liegt.
Das ist der eigentliche Wert dieser Strecke: nicht Geschwindigkeit, sondern Nähe zu den Dörfern, zur Landschaft und zur Geschichte der Vorkordillere. Wer gut vorbereitet fährt und sich Zeit lässt, findet hier einen der besonderen Wege im Norden Chiles.
Zuletzt inhaltlich geprüft: August 2026. Straßenzustand und Wetter müssen vor jeder Fahrt erneut geprüft werden.
